Berufsausbildung in Europa Die Berufsausbildung in Europa ist, zumindest zwischen den EU-Mitgliedsstaaten einheitlich geregelt. Hier gelten entsprechende Abkommen, was die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Ausbildungsabschlüssen betrifft. Da man nach einer Ausbildung im jeweiligen Mutterland in jedem EU-Land arbeiten kann, wurden auch die Abschlüsse einheitlich geregelt.
Trotzdem sollte man sich vor dem Beginn einer Ausbildung in einem europäischen Land über die dortigen Ausbildungssysteme und Zugangsvoraussetzungen informieren. Nicht in jedem Land gibt es ein duales Ausbildungssystem, die Zugangsvoraussetzungen sind unterschiedlich und es müssen Bewerbungsfristen eingehalten werden. Zusätzlich steht für Sprachkenntnisse der Europass Sprachen zur Verfügung. Diesen kann man im Internet leicht ausfüllen und somit seine Sprachkenntnisse in einem europäischen Standard (A1 bis C2) anzeigen lassen. Die meisten Sprachenprüfungen werden heute in diesem System angegeben. Zusätzlich gibt es in Deutschland noch mit einigen Staaten, zum Beispiel Österreich, der Schweiz oder Frankreich, besondere Abkommen in Bezug auf die Ausbildung und die Anerkennung der Abschlüsse. Wer sich für eine Berufsausbildung in Europa interessiert, sollte sich näher mit dem Programm „Leonardo da Vinci“ beschäftigen. Dieses Programm wurde von der EU entwickelt und fördert und organisiert die Berufsausbildung in Europa. Dieses Bildungsprogramm richtet sich an alle Kompetenzträger der Ausbildung und an Schüler. Zu den Förderungen des Programms gehören Auslandsausbildungen, Seminare, ausländische Ausbildungsjahre und Netzwerke für internationale Ausbildungen. Für die Ausführung der Projekte im Rahmen des Programms ist in Deutschland das NA beim BiBB zuständig. Hier laufen die in Deutschland wählbaren Projekte einer europäischen Berufsausbildung zusammen.
Die Stellenbörse für generelle internationale Arbeitsvermittlung (ZAV) bearbeitet auch den Bereich der internationalen Ausbildungsstellen. Hier werden für die einzelnen europäischen Länder die Ausbildungsvoraussetzungen angegeben und Tipps für die Vermittlung von Ausbildungsstellen angegeben. Meist laufen ausländische Ausbildungen über Austauschprogramme. Diese kann man in vielen Firmen beim Ausbilder erfragen oder in der Berufsschule in Erfahrung bringen. Außerdem findet man hier konkrete Ansprechpartner für die Vermittlung von Praktika und Austauschplätzen des jeweiligen Landes. Vorsorglich sollte man das Abschlusszeugnis der Schule beglaubigt übersetzen lassen, damit diese bei der Bewerbung im Ausland zur Verfügung steht. |