Berufsausbildung Sachsen Das Thema Berufsausbildung in Sachsen ist sehr gut dokumentiert. Aus verschiedenen Quellen kann man gute Informationen und Analysen zu diesem Thema lesen. Bei den Berufsanfängern im Freistaat Sachsen sind allgemeine Dienstleistungsberufe besonders beliebt, gefolgt von Berufen in der Metallverarbeitung und der allgemeinen Verwaltung, sowie Bauberufen und der Handwerksberuf des Tischlers.
Für die Berufsausbildung in Sachsen signifikant ist, dass trotz Initiativen des Bundeslands und der Kommunen, die Zahl der Ausbildungssuchenden die Zahl der gemeldeten Lehrstellen bei Weitem übersteigt, sodass an diesem Bundesland das Defizit an Ausbildungsplätzen sehr gut zu belegen ist. Im Jahr 2007 kamen auf fast 50.000 gemeldete Bewerber rund 17.000 gemeldete Lehrstellen. Im Durchschnitt kommen auf jede angebotene Ausbildungsstelle in Sachsen drei potentielle Bewerber. Da nicht für jeden Schulabgänger die Möglichkeit einer betrieblichen Lehre möglich ist, findet man im Bundesland Sachsen verschiedene Möglichkeiten zur Berufsausbildung.
Denn obwohl im die Kluft zwischen Lehrstellenangebot und –nachfrage sehr groß ist, hat es das Bundesland geschafft, den größten Teil der Schulabgänger in einer berufsbildenden Maßnahme unterzubringen. Ein gewisser Prozentsatz entschließt sich jährlich dazu eine Tätigkeit ohne Berufsausbildung anzunehmen, doch zum größten Teil haben sich viele Jugendliche für eine weiterbildende Schule, also Fachgymnasium, Handelsschule oder Sprachenschule entschieden oder sind in eine berufsvorbereitende Maßnahme vermittelt worden. Bei diesen Maßnahmen sind die Angebote zur Berufsvorbereitung und Grundbildung besonders erwähnenswert. Im Berufsgrundbildungsjahr werden im schulischen und praktischen Unterricht Grundkenntnisse in mehreren verwandten Berufen angeboten.
Dies gibt den Absolventen einen fachlichen Vorsprung vor anderen Bewerbern oder macht gar eine Berufsausbildung überflüssig, da alle notwendigen Kenntnisse vermittelt werden, der einen direkten Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht. Das Berufsvorbereitungsjahr ist für Schulabgänger gedacht, die noch keine Entscheidung für ihren zukünftigen Beruf treffen konnten. Hier haben die Schüler die Möglichkeit, zwei Alternativen genau kennen zu lernen und so den geeigneten Berufsweg festzulegen. Eine weitere Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren, wenn man keine betriebliche Ausbildungsstelle gefunden hat, sind die zahlreichen Berufsfachschulen, die es in Sachsen gibt. Wie bei der betrieblichen Lehre dauert hier die Ausbildung 2 bis 3 Jahre und endet mit einer qualifizierten, staatlichen Abschlussprüfung. |