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19.05.2012
Berufsausbildung Maler

Berufsausbildung Maler

 


Die Berufsausbildung zum Maler beinhaltet auch immer die Kenntnisse eines Lackierers, die offizielle Berufsbezeichnung ist daher Maler- und Lackierer. Während der 3jährigen Ausbildung erfolgt im 3. Lehrjahr die Wahl einer Fachrichtung.

 

 


Bei den Malern und Lackierern sind hier die Fachrichtungen Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung sowie Kirchenmalerei und Denkmalpflege möglich. Bewerber für die Berufsausbildung des Malers sollten über gute bis sehr gute Zensuren in den Fächern Mathematik, Werken, Technik und Chemie verfügen. Zum Grundwissen des Malerberufs gehören, egal welche spätere Fachrichtung eingeschlagen wird, Innen- und Außenanstrich, Malen und Lackieren sowie die Untergrundbehandlung. Darüber hinaus werden Kenntnisse vermittelt, wie man Untergründe prüft und die dementsprechende Behandlung auswählt, Putz- und Trockenbauarbeiten ausführt, verschiedene Oberflächenstrukturen gestaltet oder Fugen abdichtet.

 

 


Bei der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz lernen die Auszubildenden die Grundlagen des Korrosionsschutzes, die Arbeit mit Rohren und Rohrleitungen sowie das Messen und Auswerten von objekt- und witterungsbedingten Daten. Der Fachbereich Gestaltung und Instandhaltung werden Kenntnisse vermittelt, die den Entwurf und die Umsetzung von Raumkonzepten ermöglichen, der Bereich Wärmedämmung und Messung von relevanten Daten ist hier ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Außerdem gehören zu den Aufgaben eines Malers in diesem Fachbereich auch die Fassadengestaltung, das Instandsetzen von Gebäuden und Objekten sowie das Verlegen von Decken- Wand- und Bodenbelägen. Besonders interessant ist sicherlich die Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Auszubildende sollten hier zusätzlich hervorragende Kunstkenntnisse haben, da die Restauration von Kirchengemälden und Denkmälern oftmals mit dem Anmischen der richtigen Farbnuance verbunden ist.

 

 


Was diese Fachrichtung besonders faszinierend macht, ist die Ausbildung in historischen Arbeitsmethoden, das Instandsetzen historischer Räume und auch die Rekonstruktion von alten Wandgemälden. Da die Denkmalpflege weit mehr ist, als nur das Anbringen eines neuen Anstrichs, werden im Rahmen dieser Lehre auch die Verbindung verschiedener Farb- und Pigmentstoffe, Stuckarbeiten und die Ornamente und Strukturen verschiedener Epochen unterrichtet. Die Berufsausbildung des Malers endet mit der Prüfung vor der Handwerkskammer. Nach der Ausbildung stehen, je nach Fachrichtung, Weiterbildungen zum Restaurator, verschiedene Studiengänge oder das Ablegen einer Meisterprüfung zur Verfügung.

 
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