Berufsausbildung Bayern Bayern bietet ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten, einen Beruf zu erlernen. Bei der Berufsausbildung in Bayern wurde besonderes Augenmerk auf die Bedeutung der Berufsfachschulen und schulischen Ausbildungen gelegt. Detaillierte Informationsblätter geben für jeden Schulabschluss geeignete Möglichkeiten zur qualifizierenden Schulausbildung an.
So stehen beispielsweise für Schüler mit Hauptschulabschluss neben der Möglichkeit einer Lehre im Betrieb zusätzlich zahlreiche Berufsfachschulen zur Ausbildung zur Verfügung. Diese Berufsfachschulen vermitteln zum Teil Grundqualifikationen verschiedener Berufe, zum größten Teil kann man hier jedoch eine komplette Ausbildung absolvieren. Die Ausbildungen an einer Berufsfachschule beinhalten Berufe aus dem Bürobereich ebenso wie musische Ausbildungen oder handwerkliche Tätigkeiten wie Schreiner, Goldschmied oder hauswirtschaftliche Berufe. Des Weiteren wird Hauptschulabsolventen meist der mittlere Bildungsabschluss am Ende der Berufsausbildung verliehen. Seit Generationen findet man in Bayern die Wirtschaftsschule als anerkannte Ausbildungsform.
Diese Wirtschaftsschule ist in drei Stufen aufgeteilt und deckt damit Ausbildungen für alle drei Schulformen ab. Die Wirtschaftsschulen beginnen entweder ab dem 7. Schuljahr oder aber schließen an einen Hauptschulabschluss an. Zusätzlich zu den üblichen Schulfächern gehören auch Textverarbeitung, Rechnungswesen und BWL zum Lehrplan. Zusammen mit zahlreichen praktischen Ausbildungseinheiten bereiten diese Schulen auf einen Beruf in einem Wirtschaftszweig vor. Der Vorteil eines Abschlusses auf einer Wirtschaftsschule ist, dass sich die Lehrzeit in einem kaufmännischen Beruf um 1 Jahr verkürzt, weil bereits fundierte Kenntnisse während der Schulzeit erworben wurden.
Bei der Berufsausbildung in Bayern ist es möglich, eine Vielzahl von Berufen nicht mittels einer Ausbildung in einem Betrieb zu absolvieren, sondern über eine schulische Ausbildung mit praktischer Arbeit in Unternehmen einen qualifizierten Beruf zu erlernen. Im Bildungsangebot des Bundeslandes sind sowohl „klassische“ Ausbildungsberufe des dualen Systems, wie Arzthelferin, Hotelberufe oder Goldschmied ebenso vertreten, wie Assistenz- und Sprachberufe, die traditionell an Verwaltungs- oder Sprachschulen gelehrt werden. Dieses Angebot vergrößert die Chance, eine Ausbildung zu absolvieren, selbst wenn man keinen Ausbildungsvertrag in einem Unternehmen abschließen konnte. Dass viele dieser schulischen Ausbildungen einen höheren Schulabschluss beinhalten, erhöht die Attraktivität dieses Bildungswegs für viele Jugendliche besonders und stärkt die Chancengleichheit bei den Auszubildenden. |