Bewerbungen für handwerkliche Ausbildungsberufe
Bei Bewerbungen für handwerkliche Ausbildungsberufe sollte vorher die Überlegung angestellt werden, ob die körperlichen Voraussetzungen für die langfristige Ausübung des Berufs gegeben sind. Generell stellen alle Ausbildungen im Handwerk, egal ob Augenoptiker, Bäcker, Tischler oder Elektroinstallateur, starke Anforderungen an den Körper.
Ein Bäcker beispielsweise muss mit Hitze und schweren Blechen umgehen können, die Handgriffe stellen eine sehr starke Beanspruchung an die Gelenke dar. Auch im Holzhandwerk ist mit starkem Lärm durch Sägen oder Bohrern zu rechnen, das zu bearbeitende Holz ist sehr schwer, die Arbeitsgänge bedingen einen hohen Kraftaufwand. Dementsprechend benötigt man für jeden Handwerksberuf technisches Verständnis und genaues Arbeiten. Des Weiteren sind gute Mathematikkenntnisse für das Ausrechnen von Längen oder Umrechnen von Zutatenmengen wichtig. Wer sich für eine Lehre im Handwerk entscheidet, sollte vor allem Interesse an handwerklichen Tätigkeiten zeigen und handwerkliches Geschick haben.
Die meisten Handwerksberufe haben mit Naturmaterialien zu tun, diese richtig zu bearbeiten erfordert eine gewisse Feinfühligkeit im Umgang mit Rohstoffen und Naturprodukten. Wer das Handwerk der Buchbinderei erlernen möchte, sollte auf jeden Fall eine besondere Beziehung zu Büchern und der Buchkunst mitbringen, da hier oftmals liebevolle Details gearbeitet werden müssen. Auch die Arbeitszeiten sind bei einigen Ausbildungsberufen im Handwerk wichtig, so beginnen Bäcker ihre Arbeit meist gegen 3 Uhr in der Nacht, wer also nicht früh aufstehen möchte, sollte sich gegen diesen Beruf entscheiden.
Schulabgänger, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden, sollten sich mit den langen Traditionen vertraut machen, die mit dem Erlernen eines Handwerksberufs einhergehen. Angehende Zimmerleute oder Tischler sollten sich mit der Tradition der „Walz“ nach bestandener Gesellenprüfung vertraut machen. Die meisten Ausbildungen im handwerklichen Bereich dauern 3 Jahre, einige davon sind auch durch eine schulische Ausbildung erlernbar. Anders als bei anderen Ausbildungsberufen ist für die Prüfungsabnahme, die hier Gesellenprüfung heißt, nicht die Industrie- und Handelskammer, sondern die Handwerkskammer alleinig zuständig. Nach der bestandenen Gesellenprüfung wird der Auszubildende zum Gesellen, obwohl heute eher die Bezeichnung des Facharbeiters üblich ist. Handwerkliche Berufe und Techniken, finden Sie in den Fachzeitschriften für das Handwerk. |